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08.09.2009
Hartmetallexperte CERATIZIT mit neuer Lösung zur Zerspanung von Problemwerkstoff
Prozesssicheres Schäldrehen von Stangenmaterial aus Nickel-Basis Legierungen: nicht exotisch für Werkzeuge von CERATIZIT |
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Schwer zerspanbare Werkstoffe wie Nickel-Basis-Legierungen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Auf der EMO 2009 in Mailand stellt CERATIZIT als Kompetenz- und Marktführer auf diesem Gebiet eine neue Lösung für das prozesssichere Schäldrehen von Stangenmaterial aus Nickel-Basis-Legierungen vor – auch für große Durchmesser.
Abgesehen von Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt und der Automobilindustrie, steigt der Bedarf an solchen Werkstoffen, insbesondere für Großbauteile in der Energieversorgung. Solche Großbauteile, beispielsweise Hoch- und Mitteldruckturbinen und Hochdruckverdichter, setzen High Performance-Werkzeuglösungen in der Schwerzerspanung voraus.
CERATIZIT trägt dieser Entwicklung Rechnung, indem neuartige Schneidstoffsorten mit speziellen Geometrien für die Schwerzerspanung von Hochleistungswerkstoffen gepaart wurden. Hierbei brachten die neu entwickelten Produkte mit HyperCoat-Beschichtungen von CERATIZIT den Durchbruch. Die CERATIZIT Wissenschaftler entwickelten zwei Sorten, die diesen besonderen Anwendungsbereich großflächig abdecken und dem Anwender höchste Zuverlässigkeit bieten. Bei der ersten Sorte, CTP5620, handelt sich um eine Feinkornsorte mit hoher Abrasionsbeständigkeit, sowohl in der Schicht als auch im Substrat. Die zweite Sorte, CTP5630, ist eine hochwarmfeste, zähe Variante, die insbesondere im instabilen Zerspanungsumfeld mit höchster Zuverlässigkeit punktet.
Neben der Entwicklung eigener Schneidstoff- und Beschichtungskombinationen spielt die richtige Schneidengeometrie eine mindestens ebenso bedeutende Rolle. Die CERATIZIT Entwickler haben die Schneidkanten gezielt auf die Anforderungen, die diese Werkstoffe mit sich bringen, weiterentwickelt. So werden auch bei dieser Bearbeitung hervorragende Oberflächen und optimale Spanbildungen durch die spezielle Spanleitstufe beziehungsweise Schneidkante erzielt. Die fürs Schälen obligatorischen Stützfasen wurden für diese Anwendung angepasst, so dass ein vibrationsfreies und prozesssicheres Zerspanen gewährleistet ist.
Die Entwicklungen wurden auf dem weltweit sehr gängigen Plattentyp YNUF 201220 angebracht. Dieser findet sowohl als Singleplatte bei kleineren Durchmessern, als auch als Schlichtplatte im Tandemsystem bei großen Stangendurchmessern Anwendung.
Diese Neuprodukte runden das Portfolio von CERATIZIT für die Schälbearbeitung unterschiedlichster Materialien ab.
Dr. Uwe Schleinkofer, Leiter Entwicklung Zerspanung bei CERATIZIT: „Die Bearbeitung von Nickellegierungen und Nickel-Basislegierungen verlangt extrem niedrige Schnittgeschwindigkeiten von 15 bis 50 Metern pro Minute bei Vorschüben von etwa vier bis vierzehn Millimetern pro Umdrehung. Höhere Schnittgeschwindigkeiten würden die Vibrationsneigung unterstützen und gegebenenfalls zu Plattenbruch oder zu Beschädigungen des Werkstücks führen.“
Sascha Rode, Produktmanager Schäldrehen bei CERATIZIT: „Diese neue Lösung ist sehr vielversprechend. Neben den kleineren Durchmessern von ca. 20 bis 60 Millimetern bearbeitete die neue Lösung während den Zerspanungsversuchen nun auch Stangen mit Durchmesser größer als 200 Millimeter prozesssicher. Der charakteristische Leistungsvorteil des Schäldrehens gegenüber der klassischen Drehbearbeitung steht nun auch den Herstellern von großen Stangen dieser Werkstoffklasse zur Verfügung.“
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„Der charakteristische Leistungsvorteil des Schäldrehens gegenüber der klassischen Drehbearbeitung steht nun auch den Herstellern von großen Stangen dieser Werkstoffklasse zur Verfügung.“ Sascha Rode, Produktmanager Schäldrehen bei CERATIZIT
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