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11.06.2008

Motorwellen auf hoher See – Kundenstory von CERATIZIT
Scana setzt auf die Kompetenz von CERATIZIT im Schiffsbau
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Ob Tanker, Luxusliner oder Personenfähre – eines haben all diese Schiffe gemeinsam: Die Kraft wird vom Motor über Wellen zum Propeller übertragen. Diese Wellen herzustellen ist ein Spezialgebiet von Scana Steel Björneborg in Schweden. Zum Drehen der Wellen setzt Scana auf Wendeplatten und Werkzeuge von CERATIZIT.

Scana Björneborg in Schweden gehört zur norwegischen Scana Industrier ASA, die Stahlprodukte für fünf Märkte herstellt: Energie (Komponenten für Generatoren und Turbinen), Schiffsbau (Propellerwellen und -naben), Maschinen und Transport (Achsen, Kupplungen und Gabeln für Gabelstapler), Stahl (Walzen, geschmiedete Komponenten und Profile) und Offshore (Ventile und Verbindungselemente für Bohrplattformen). In der gesamten Gruppe arbeiten 1850 Mitarbeiter, davon 320 am Standort Björneborg.

Wendeplatten für einen internationalen Kundenkreis
Der Standort Björneborg hat eine sehr lange Schmiedetradition: die erste Schmiede wurde hier 1656 gebaut. Scana Björneborg verfügt über ein eigenes Stahlwerk, hat eine eigene Schmiede mit einer 3600/4500 Tonnen-Presse, eine  Wärmebehandlungsanlage und eine eigene Maschinenhalle für die Endbearbeitung. Pro Jahr werden hier etwa 2500 Produkte hergestellt für Kunden wie ABB, Siemens, Rolls Royce, DEW, Wärtsilä, Metso und Shell. Beim Drehen der Wellen verwendet Scana unter anderem Wendeplatten und Werkzeuge des Hartmetallexperten CERATIZIT.


Interview mit Magnus Dåverhög, Produktions- und Prozessingenieur bei Scana:

Aus welchem Material sind die Wellen hergestellt?
Dåverhög:
„Die Wellen sind aus Stahl. Je nach Einsatzbereich und Anforderungen wird die Legierung angepasst. Jedes Produkt, das wir herstellen, ist also einzigartig.“

Wo beziehen Sie den Stahl?
Dåverhög: „Wir kaufen in einem Umkreis von 150 Kilometern Stahlschrott ein, den wir dann selber schmelzen. Auch die Abfälle, die bei uns beim Sägen oder Zerspanen entstehen, werden wieder verwertet. Die Rohstoffabteilung verarbeitet im Jahr etwa 80.000 Tonnen Stahl. Wir haben 100 unterschiedliche Stahlsorten.“

Wie viele Späne entstehen im Monat?
Dåverhög: „Das hängt davon ab, welche Teile wir bearbeiten. Im Schnitt liegen wir bei 1000 Tonnen im Monat.“

Wie lange dauert die Bearbeitung einer Welle im Schnitt?
Dåverhög: „Die Wellen kommen nach der Schmiede in die Wärmebehandlung und dann zu uns in die Maschinenhalle. Meistens findet nur eine Grobzerspanung statt, diese dauert zwischen 15 und 30 Stunden. Falls die Welle fein bearbeitet werden soll (wie etwa bei Schiffswellen), reden wir über mehrere hundert Stunden.“

Was ist das Besondere bei der Bearbeitung?
Dåverhög: „Wir stellen Wellen her, die bis zu 25 Meter lang sind und einen Durchmesser von bis zu zwei Metern haben können. Alle Wellen werden im Freiformschmiedverfahren hergestellt.  Da jede Welle ein Unikat ist, ist die Herstellung ein Handwerk an sich. Es braucht viele Jahre, um einen guten Maschinenbediener auszubilden, der die Dreh- und Fräsoperationen zuverlässig ausführen kann. Daher sind wir sehr froh, am Standort Björneborg über 350 Jahre Erfahrung zu verfügen!“

Wie sehen Sie die Zusammenarbeit zwischen Scana und CERATIZIT?
Dåverhög:
„Wir versuchen dauernd, unsere Prozesse zu optimieren. In der Hinsicht stellen die Werkzeuge in der Werkstatt einen interessanten Bereich dar. Wir versuchen mit einigen Firmen eng zusammen zu arbeiten und CERATIZIT zählt dazu. CERATIZIT stellt uns immer Werkzeuge zur Verfügung, die dem neuesten Stand der Hartmetall-Technik entsprechen.“



     Bilder
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Scana Björneborg hat große Erfahrung in der Herstellung von langen Produkten. Die erste Schmiede wurde hier 1656 gebaut.

Foto: CERATIZIT S.A.

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Die Grobzerspanung einer Propellerwelle dauert zwischen 15 und 30 Stunden.

Foto: CERATIZIT S.A.

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Zum Drehen seiner Wellen – diese ist 25 Meter lang - setzt Scana auf Wendeplatten und Werkzeuge von CERATIZIT.

Foto: CERATIZIT S.A.

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Fredrik Söderholm (Scana), Heikki Salovaara, Hans Axelsson (beide CERATIZIT) und Magnus Dåverhög (Scana) bei der Ultraschallkontrolle einer Welle (von links).

Foto: CERATIZIT S.A.

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Heikki Salovaara, CERATIZIT, prüft das Ausgangsmaterial.

Foto: CERATIZIT S.A.

     Pressereferent
CERATIZIT Austria GmbH
Filip Miermans
A-6600 Reutte
Tel: +43 (0)5672 200-2127
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